Zungenpiercing ja – aber Zähne schützen!

Das Zungenpiercing ist sicherlich eine interessante Variante um Schmuck am oder besser im Körper zu tragen. Es bietet aber nicht nur reizvolle Einblicke, sondern birgt auch gewisse Risiken für die Zahngesundheit.   Zungenpiercing, die innere Gefahr Viele Zungenpiercings werden heute aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen aus hochwertigem Edelstahl, etwa Titan, gefertigt. An diesem Material haften sich aufgrund der sehr glatten Oberfläche kaum Bakterien oder Keime an. Auch verursacht dieses Metall keine Allergien. Die Emaille-beschichtungen auf vielen dieser Zungenpiercings sind für das körperliche Wohlbefinden ebenso völlig problemlos. Die Gefahr geht eher vom Träger oder der Trägerin des Zungenpiercings selbst aus denn der Schmuck wird unbewusst als Waffe gegen die eigenen Zähne eingesetzt. Die Zunge ist ein sehr komplexes Organ oder besser eine Zusammensetzung aus Muskelsträngen und Rezeptoren, welche eine erstaunliche Kraft besitzt. Sie gehört zu den stärksten Muskeln im menschlichen Körper und ist mit Abstand das beweglichste innere Organ. Diese Beweglichkeit verführt dazu, mit dem Zungenpiercing zu spielen. Als „Spielkameraden“ dienen hierbei die Zähne, vor allem die Vorderzähne. Dabei wird häufig mit dem Piercing auf die Innenseite der Zähne regelrecht getrommelt oder der Schmuck gegen die Zähne gepresst. Die Folgen sind oftmals herausgebrochene Ecken an den Zähnen sowie die Beschädigung des Zahnschmelzes, wodurch sich für die betroffenen Zähne das Karies-Risiko erhöht. Genauso kann es aber auch zu einer Verschiebung der Vorderzähne nach außen kommen, was die Ausbildung eines Vorbisses oder Überbisses begünstigt.   Wie können derartige Folgen vermieden werden? Zuerst empfiehlt es statt auf Zungenpiercings aus Stahl auf natürliche, leichtere Materialien wie Knochen, Horn oder Elfenbein zurückzugreifen. Hierbei ist eine gute Verarbeitungsqualität entscheidend, um zu vermeiden, dass durch rauhe Oberflächen...